Wellen3 klein1

Kontakt

CSiegmannl




Cornelia Siegmann
cert. NLP Trainerin,
Radionikerin

 

Tel: 0711 46995503
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Kybalion...

... wurde von drei Eingeweihten geschrieben.

Die sieben hermetischen Prinzipien sind ein Wegweiser der Weisheitslehren. Die praktische Anwendung dieser zeitlosen Weisheit zählt zum Erbe der westlichen Mysterienschulen und zum traditionellen Einweihungsweg.

 

„Die Prinzipien der Wahrheit sind sieben; derjenige, der sie kennt und versteht, besitzt den Meister-Schlüssel, durch dessen Berührung sich alle Tore des Tempels öffnen.“ Das Kybalion

Die sieben hermetischen Prinzipien, auf welchen die ganze hermetische Philosophie beruht, sind folgende:

1. Das Prinzip der Mentalität
2. Das Prinzip der Entsprechung
3. Das Prinzip der Schwingung
4. Das Prinzip der Polarität
5. Das Prinzip des Rhythmus
6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung
7. Das Prinzip des Geschlechts.

Dr. Elias Rubenstein: Kybalion der drei Eingeweihten

1. Das Prinzip der Mentalität

„Das All ist Mind*; das Universum ist mental.“ Das Kybalion

*Es gibt kein deutsches Wort, das der Bedeutung des englischen Wortes „mind“ ganz entsprechen würde. Darum wurde in der Übersetzung das englische Wort „mind“ beibehalten. Das menschliche Mind ist das, was im Menschen denkt und fühlt. Unter dem Mind des All ist jener Aspekt des All zu verstehen, in dem das All denkt und fühlt. Mind ist das Substantiv vom Adjektiv mental, das auch im Deutschen gebräuchlich ist.

Dieses Prinzip enthält die Wahrheit, dass „alles Mind ist.“ Es erklärt, dass das All (das All ist wesentliche Wirklichkeit, die allen äußeren Manifestationen und Erscheinungen, welche wir unter den Ausdrücken „das materielle Universum“, „die Erscheinung des Lebens“, „Materie“, „Energie“ erkennen, kurz allem, was unseren materiellen Sinnen wahrnehmbar ist, zugrunde liegt) Spirit ist, welches in sich selbst unerkennbar und undefinierbar ist, welches aber gedacht und betrachtet werden kann als universelles, unendliches, lebendes Mind. Dieses Prinzip erklärt auch, dass die Erscheinungswelt oder das Universum nichts anderes ist als eine mentale Schöpfung des Alls, den Gesetzen der erschaffenen Dinge unterworfen, dass das Universum, als Ganzes und in seinen Teilen und Einzelwesen im Mind des Alls existiert, in dessen Mind wir „leben und uns bewegen und unser Sein haben“. Dadurch, dass dieses Prinzip die mentale Natur des Universums offenbart, erklärt es leicht all die verschiedenen mentalen und psychischen Phänomene, welche so oft die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich lenken, die aber ohne eine solche Erklärung unverständlich bleiben und jeder wissenschaftlichen Behandlung trotzen.
Das Verständnis dieses großen hermetischen Prinzips befähigt das Individuum, die Gesetze des mentalen Universums zu erfassen und zu seinem Nutzen und Fortschritt anzuwenden. Der hermetische Schüler kann die großen mentalen Gesetze intelligent anwenden, statt sie zufällig zu benützen. Hat er den Meister-Schlüssel in seinen Händen, dann kann der Schüler die zahlreichen Tore des mentalen und psychischen Weisheitstempels öffnen und ihn frei und intelligent betreten.

Dieses Prinzip erklärt die wahre Natur von „Energie“, „Macht“ und „Materie“, es erklärt, warum und wie all dies der Beherrschung des Mind unterworfen ist.

Vor langen Jahren schrieb ein alter hermetischer Meister: „Wer die Wahrheit von der mentalen Natur des Universums erfasst hat, ist wohl vorgeschritten auf dem Pfade der Meisterschaft.“
Und diese Worte sind heute ebenso wahr wie zu der Zeit, da sie niedergeschrieben wurden. Ohne diesen Meister-Schlüssel ist Meisterschaft unmöglich und der Schüler pocht ohne ihn vergeblich an die Tore des Tempels.

 

2. Das Prinzip der Entsprechung

„Wie oben, so unten; wie unten, so oben.“ Das Kybalion

Dieses Prinzip enthält die Wahrheit, dass es immer eine Übereinstimmung zwischen den Gesetzen und Erscheinungen auf den verschiedenen Plänen von Sein und Leben gibt. Das alte hermetische Axiom heißt: „Wie oben, so unten; wie unten, so oben.“ Das Erfassen dieses Prinzips gibt uns die Mittel zur Lösung vieler dunkler Paradoxe und verborgener Naturgeheimnisse. Es gibt Pläne jenseits unseres Erkennungsvermögens; wenn wir aber das Prinzip der Entsprechung anwenden, können wir viel verstehen, was uns sonst unerkennbar bliebe. Dieses Prinzip kann allgemein angewendet werden, es offenbart sich überall auf den verschiedenen Plänen des materiellen, des mentalen und des spirituellen Universums, es ist ein universales Gesetz.
Die alten Hermetiker betrachteten es als eines der wichtigsten mentalen Mittel, durch welche der Mensch die Hindernisse beseitigen kann, die das Unbekannte seinen Blicken verbergen. Wenn man dieses Prinzip anwendet, kann es einem gelingen, sogar den Schleier der Isis so weit zu lüften, dass ein Schimmer vom Antlitz der Göttin erhascht werden kann.

Ebenso wie die Anwendung der geometrischen Lehrsätze den Menschen befähigt, von seiner Sternwarte aus ferne Sonnen und ihre Bewegungen zu messen, so kann der Mensch mit Hilfe es Prinzips der Entsprechungen intelligent vom erkannten auf das Unbekannte schließen. Wenn er die Monade studiert, versteht er die Erzengel.

 

3. Das Prinzip der Schwingung

„Nichts ruht; alles bewegt sich; alles schwingt.“ Das Kybalion

Dieses Prinzip enthält die Wahrheit, dass „alles in Bewegung ist“, dass „nichts still steht“, dass „alles schwingt“. Das sind Tatsachen, welche die moderne Wissenschaft bestätigt und welche jede neue wissenschaftliche Entdeckung zu bestätigen geeignet ist. Und doch wurde dieses hermetische Prinzip schon vor tausenden von Jahren durch die aItägyptischen Meister ausgesprochen. Dieses Prinzip erklärt, dass die Unterschiede zwischen den verschiedenen Manifestationen von Materie, Energie, Mind und sogar Geist hauptsächlich auf abweichenden Schwingungsgraden beruhen. Im All, welches reiner Geist ist, hernieder zu den gröbsten Formen der Materie, ist alles in Schwingung; je höher die Schwingung, desto höher der Platz in der Stufenleiter. Die Schwingung des reinen Geistes (Spirit) ist von einem so unendlichen Grad von Intensität und Schnelligkeit, dass sein Zustand praktisch dem der Ruhe gleichkommt geradeso, wie ein sich rasch drehendes Rad bewegungslos erscheint. Und am anderen Ende der Leiter gibt es grobe Formen der Materie, deren Schwingungen so langsam sind, dass sie in Ruhe zu sein scheinen. Zwischen diesen Polen gibt es Millionen über Millionen von verschiedenen Schwingungsgraden. Vom Körperteilchen und Elektron, vom Atom und Molekül zu Welten und Universen ist alles in schwingenden Bewegung.

Dies trifft zu auf den Plänen von Energie und Kraft (welche nur verschiedene Grade von Schwingung sind), ebenso wie auf den mentalen Plänen (deren Zustand von Schwingungen abhängt), ja sogar auf den spirituellen Plänen. Wer dieses Prinzip versteht und die dazu gehörigen Formeln kennt, kann seine eigenen mentalen Schwingungen beherrschen, wie auch die mentalen Schwingungen anderer. Die Meister wenden dieses Prinzip auch dazu an, Naturerscheinungen auf mannigfache Art zu besiegen. „Wer das Prinzip der Schwingung versteht, hat das Szepter der Macht erlangt“ sagt ein alter Schriftsteller.


4. Das Prinzip der Polarität

„Alles ist zweifach, altes ist Pole; alles hat seine zwei Gegensätze; Gleich und Ungleich ist dasselbe. Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur im Grad verschieden; Extreme begegnen einander; alle Wahrheiten sind nur Halb-Wahrheiten; alle Paradoxa können in Übereinstimmung gebraucht wenden.“ Das Kybalion

Dieses Prinzip enthält die Wahrheit, dass „alles zweifach ist“, dass „alles zwei Pole hat“, dass „alles seine zwei Gegensätze hat“. Alle diese Sätze sind alte hermetische Axiome. Das Prinzip erklärt die alten Paradoxe, die so viele Menschen verblüfft haben, indem sie feststellen, „Thesis und Antithesis sind ihrer Natur nach identisch, nur im Grad verschieden“; „Gegensätze sind dasselbe, sie unterscheiden sich nur im Grad“; „Jedes Paar von Gegensätzen kann in Übereinstimmung gebracht werden“; „Extreme begegnen sich“; „Alles ist und ist nicht zu gleicher Zeit“; „Alle Wahrheiten sind nur Halbwahrheiten“; „Jede Wahrheit ist halb falsch“; „Jedes Ding hat zwei Seiten“ usw. usw.

Es erklärt, dass alles zwei Pole oder entgegengesetzte Aspekte hat, dass Gegensätze in Wirklichkeit nur die zwei Extreme desselben Dinges sind mit vielen verschiedenen Graden zwischen den beiden. Um dies zu erläutern: Hitze und Kälte, obwohl „Gegensätze“, sind tatsächlich dasselbe, die Unterschiede bestehen nur in den Graden eines und desselben Dinges. Schau auf dein Thermometer und suche den Punkt zu entdecken, bei dem „Hitze“ endet und „Kälte“ beginnt! Es gibt keine absolute Hitze oder absolute Kälte – die zwei Ausdrücke Hitze und Kälte bezeichnen nur verschiedene Grade desselben Dinges, und dieses selbe Ding, welches als Hitze und Kälte erscheint, ist nur eine Form, eine Variation und ein Grad von Schwingung. So sind Hitze und Kälte einfach die zwei Pole von dem, was wir Wärme nennen – und die hiervon abhängenden Erscheinungen sind Äußerungen des Prinzips der Polarität. Das gleiche Prinzip äußert sich auch im Falle von „Licht und Dunkelheit“, welche dasselbe sind; die Unterschiede bestehen nur in den verschiedenen Graden zwischen den beiden Polen der Erscheinung. Wo hört Dunkelheit auf und wo beginnt das Licht? Was ist der Unterschied zwischen „groß und klein“, zwischen „hart und weich“, zwischen „schwarz und weiß“, zwischen „scharf und stumpf“, zwischen „leise und laut“, zwischen „hoch und niedrig“ „zwischen positiv und negativ“? Das Prinzip der Polarität erklärt diese Paradoxe und kein anderes Prinzip kann es beiseite stellen.

Das gleiche Prinzip wirkt auch auf dem mentalen Plan. Nehmen wir ein radikales und extremes Beispiel: „Liebe und Hass“, zwei mentale Zustände, die anscheinend ganz verschieden voneinander sind. Und dennoch gibt es Grade des Hasses und Grade der Liebe und einen mittleren Punkt, an welchem wir die Ausdrücke Gefallen und Missfallen gebrauchen; diese Ausdrücke gehen aber so nach und nach ineinander über, dass wir manchmal nicht wissen, ob uns etwas gefällt oder missfällt oder keines von beiden. Und alles sind nur Grade desselben Dinges. Du wirst das einsehen, wenn du einen Augenblick darüber nachdenkst. Ja, man kann noch weiter gehen (die Hermetiker halten dies von noch größerer Wichtigkeit): es ist möglich, die Schwingungen des Hasses in die Schwingungen der Liebe umzuwandeln und zwar bei sich selbst wie auch bei anderen.

Viele von euch, die diese Zeilen lesen, haben persönliche Erfahrungen in dem unwillkürlichen, raschen Übergang von Liebe zu Hass und umgekehrt, bei sich selbst und bei anderen. Ihr werdet daher die Möglichkeit dieses Überganges mit Hilfe des Willens, durch Anwendung der hermetischen Formeln, verstehen. „Gut und Böse“ sind auch nur die Pole desselben Dinges, und der Hermetiker beherrscht die Kunst, Böses in Gutes umzuwandeln durch die Anwendung des Prinzips der Polarität. Kurz, die Kunst der Polarisation ist ein Teil der mentalen Alchimie, der den alten und den modernen hermetischen Meistern bekannt ist und von ihnen ausgeübt wird. Wer dieses Prinzip versteht, ist fähig, seine eigene Polarität wie auch die Polarität anderer zu ändern, wenn er dem Studium, das zur Beherrschung dieser Kunst notwendig ist, die entsprechende Zeit widmet.

 

5. Das Prinzip des Rhythmus

„Alles fließt; aus und ein; alles hat seine Gezeiten; alles hebt sich und fällt, der Schwung des Pendels äußert sich in allem; der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links; Rhythmus gleicht aus.“ Das Kybalion

Dieses Prinzip enthält die Wahrheit, dass sich in allem eine abgemessene Bewegung, hin und her, äußert; ein Fluten und Einfluten; ein Rückwärts und Vorwärtsschwingen; eine pendelartige Bewegung; eine gezeiten gleiche Ebbe und Flut; eine Hoch-Zeit und eine Tief-Zeit; zwischen den beiden Polen, die in Übereinstimmung mit dem eben besprochenen Prinzip der Polarität existieren. Es gibt immer eine Aktion und eine Reaktion; einen Fortschritt und einen Rückschritt;
ein Steigen und ein Fallen; und dies in allen Angelegenheiten des Universums, der Sonnen, Welten, Menschen, Tiere, des Mind, der Energie und der Materie. Dieses Gesetz äußert sich in der Erschaffung und Zerstörung der Welten; im Aufstieg und Verfall der Nationen; im Leben aller Dinge; und schließlich auch in den mentalen Zuständen der Menschen (und gerade im Zusammenhang mit letzteren finden die Hermetiker das Verständnis dieses Prinzips am wichtigsten).

Die Hermetiker haben dieses Prinzip erfasst, da sie seine universale Anwendung erkannten; sie haben auch gewisse Mittel entdeckt, um durch Anwendung geeigneter Formeln und Methoden der Wirkung dieses Prinzips in sich selbst zu begegnen. Sie wenden das mentale Gesetz der Neutralisation an. Sie können das Prinzip nicht aus der Welt schaffen, können seine Wirkung nicht aufheben, aber sie haben gelernt, seine Wirkungen auf sich selbst bis zu einem gewissen Grade, der von der Beherrschung des Prinzips abhängt, zu vermeiden. Sie haben gelernt, es zu gebrauchen, statt von ihm gebraucht zu werden. Die Kunst der Hermetiker besteht in dieser und ähnlichen Methoden. Die hermetischen Meister polarisieren sich auf jenen Punkt, auf welchem sie zu ruhen wünschen und neutralisieren dann die rhythmische Pendelschwingung, welche sie zum anderen Pol tragen wollte.

Alle Individuen, welche irgendein Maß von Selbstbeherrschung erlangt haben, tun dies bis zu einem gewissen Grad, mehr oder weniger unbewusst; aber der Meister tut es bewusst und mit Hilfe seines Willens. Er erreicht einen Grad von Gleichgewicht und mentaler Festigkeit, der für die Massen, die gleich einem Pendel vor- und rückwärts geschwungen werden, kaum glaublich ist. Dieses Prinzip und das Prinzip der Polarität wurde von den Hermetikern eingehend studiert, und die Methoden des Entgegenwirkens, der Neutralisation und der Gebrauch derselben bilden einen Hauptteil der hermetischen mentalen Alchimie.

 

6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung

„Jede Ursache hat ihre Wirkung; jede Wirkung hat ihre Ursache; alles geschieht gesetzmäßig; Zufall ist nur ein Name für ein unerkanntes Gesetz, es gibt viele Pläne von Ursachen, aber nichts entgeht dem Gesetz.“ Das Kybalion

Dieses Prinzip enthält die Wahrheit, dass jede Wirkung ihre Ursache hat; dass jede Ursache eine Wirkung hervorbringt. Es erklärt, dass „alles gesetzmäßig geschieht“ dass nichts sich „nur zufällig ereignet, dass es keinen Zufall gibt“; dass unter den verschiedenen Plänen von Ursache und Wirkung die höheren Pläne die niederen beherrschen, dass aber nichts jemals ganz dem Gesetz entgeht. Die Hermetiker verstehen die Kunst und die Methoden, sich bis zu einem gewissen Grad über den gewöhnlichen Plan von Ursache und Wirkung zu erheben; indem sie sich mental zu einem höheren Plan erheben, werden sie aus Wirkungen zu wirkenden Ursachen. Die Massen des Volkes werden weitergetragen, sie gehorchen der Umgebung; den Willen und Wünschen anderer, die stärker sind als sie; der Vererbung; Suggestion; und noch anderen äußeren Ursachen, von denen sie gleich Schachfiguren über das Brettspiel des Lebens bewegt werden.

Die Meister aber erheben sich zu den höheren Plänen und beherrschen so ihre Stimmungen, Charaktere, Eigenschaften und Kräfte ebenso gut wie ihre Umgebung; sie werden Spieler statt Spielfiguren. Sie helfen das Spiel des Lebens zu spielen, statt von anderem Willen und von ihrer Umgebung gespielt und bewegt zu werden. Sie wenden die Prinzipien an, statt ihre Werkzeuge zu sein. Die Meister sind der Kausalität der höheren Pläne unterworfen, aber sie helfen, den eigenen Plan zu beherrschen. In dieser Darlegung ist eine Welt hermetischen Wissens enthalten – lebe sie, wer kann.

 

7. Das Prinzip des Geschlechts

„Geschlecht ist in allem; alles hat sein männliches und sein weibliches Prinzip in sich; Geschlecht offenbart sich auf allen Plänen.“ Das Kybalion

Dieses Prinzip enthält die Wahrheit, dass in allem sich das Geschlecht offenbart, dass das männliche und das weibliche Prinzip immer tätig sind. Dies trifft nicht nur auf den physischen Plan, sondern auch auf den mentalen und sogar auf die spirituellen Pläne zu. Auf dem physischen Plan äußert sich das Prinzip als „Sex“, Sexualität; auf den höheren Plänen nimmt es höhere Formen an, das Prinzip aber bleibt immer dasselbe. Keine Schöpfung, sei sie physisch, mental oder geistig, ist ohne dieses Prinzip möglich. Das Verständnis seiner Gesetze wird so manche Tatsachen erhellen, welche den Menschenverstand verblüfft haben.

Das Prinzip wirkt immer in der Richtung von Zeugung, Neubildung und Schöpfung. Alle Dinge, alle Personen enthalten in sich die zwei Elemente oder Prinzipien, d. h. dieses große Prinzip. Jedes männliche Wesen enthält auch das weibliche Element; jedes weibliche Wesen enthält auch das männliche Prinzip. Wenn ihr die Philosophie der mentalen und geistigen Schöpfung, Zeugung und Neubildung verstehen wollt, dann müsst ihr dieses hermetische Prinzip verstehen und studieren. Es enthält die Lösung vieler Rätsel des Lebens. Wir warnen euch: dieses Prinzip hat keinerlei Beziehungen zu den zahlreichen gemeinen, verderblichen und erniedrigenden lüsternen Theorien, Lehren und Praktiken, die unter phantastischen Namen gelehrt werden und die eine Entweihung dieses großen Naturprinzips sind. Solche gemeine Wiederbelebung der alten berüchtigten Formen des Phallizismus verdirbt Gemüt, Körper und Seele. Die hermetische Philosophie hat immer eindringlich vor diesen niederen Lehren gewarnt, die nur dazu geeignet sind, Begierden und Zügellosigkeiten zu wecken und das Prinzip der Natur zu verdrehen. Wenn ihr solche Lehren sucht, müsst ihr anderswo hingehen, die hermetische Lehre enthält nichts Derartiges. Dem Reinen ist alles rein; dem Gemeinen ist alles gemein.

 

 


Publiziert in Radionik Impuls

Edelsteine Bedeutung & Wirkung

 

Die Wirkung von Edelsteinen ist über Tausende von Jahren durch den Erfahrungsschatz der Steinheilkunde überliefert worden. Schon Hildegard von Bingen beschrieb die verschiedenen Heilsteine und ihre Wirkung. So lässt sich die Heilwirkung von Edelsteinen noch heute in Anwendungen nutzen und in Edelsteintherapien kombinieren, wie z.B.: Edelsteine & Chakra.
Heilsteine als Schmuck, Dekoration oder als Handschmeichler sind beliebt bei allen, die auf natürliche Heilmöglichkeiten setzen.
Bei Heilsteinen handelt es sich um Edel- oder Halbedelsteine, denen eine besondere Heilwirkung nachgesagt wird. Auf jeden Fall kann es nicht schaden, Heilsteine zusätzlich zu bewährten Therapien zu verwenden.

 

Achat Rot

Achat rot

Dieser Glücks- und Schutzstein und kann vor schlechten Einflüssen oder gar Depression bewahren. Er soll in der Lage sein, alles Böse von einem fernzuhalten.
Gleichzeitig kann er aber auch die Willenskraft stärken und den Umgang mit anderen Menschen feinfühliger machen. Der Rote Achat schenkt ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Schutz.
Er hilft dabei Spannungen zu lösen und macht widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse. 
Nachgesagt wird dem roten Achat zusätzlich, dass er das Interesse bei Frauen erhöhen kann, wenn er am Körper getragen wird.

Stärkt: Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit, innere Stabilität, Realitätssinn, Kreativität

Wirkt bei: Schwermut, Zweifel, Anspannungen, Schüchternheit, Depressionen

Chakra: Wurzelchakra

 

Amethyst

Amethyst

Der Amethyst hat besonders reinigende Fähigkeiten auf den Geist. Alle überflüssigen Gedanken und Empfindungen werden durch den Amethyst geklärt.
Die Konzentration wird dadurch gestärkt und die Objektivität des Denkens gefördert, wodurch auch Entscheidungen schneller gefällt werden können. Wahrnehmungen wie auch Erfahrungen können mit der Hilfe des Amethysts besser bewältigt,
und Lernschwierigkeiten, Prüfungsangst, Kummer oder Trauer gelöst werden.

Zudem besänftigt der Amethyst das Gemüt und sorgt auf langer Hinsicht für einen tiefen inneren Frieden, da negative Energien aufgelöst werden.
Die violette Farbe des Amethysts beflügelt jedoch auch die Fantasie, denn er löst Blockaden und Hemmungen, was besonders im Schlaf die Verarbeitung von Konflikten durch Träume fördert.
Zudem lässt er einen zur inneren Ruhe kommen und sorgt für einen ruhigen Schlaf. 
Der Amethyst hat eine sehr beruhigende Wirkung und befreit von seelischen Belastungen und Ängsten. Ebenso fördert er das Vertrauen in sich Selbst und hilft leichter vom Alltag abzuschalten.

Stärkt: Konzentration, Intuition, innere Ruhe, Selbstvertrauen, Entscheidungsfindung, Fantasie

Wirkt bei: Stress, Trauer, Prüfungsangst, Blockaden, Nervosität, Unausgeglichenheit, Unruhe, seelischen Belastungen, Angst

Chakra: Kronenchakra

 

Antigorit - Serpentin

Antigorit Serpentine

Der Antigorit schenkt einen tiefen inneren Frieden, da er äußere Einflüsse fernhält und Schutz bietet. Auf diese Weise kann er bei Stimmungsschwankungen helfen, Stress sowie Anspannung ausgleichen und Aggressivität mindern.
Antigorit hilft dabei, Ziele zu erreichen und dabei die eigenen Wünsche mit den physischen Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Auch die eigenen Absichten können mit seiner Hilfe wirksamer vertreten werden.

Stärkt: Zwischenmenschliche Bereiche, Lebensbalance, Gelassenheit, Schutz gegen „das Böse“

Wirkt bei: Aggressivität, Streit, Nervosität, Stress, seelisches Ungleichgewicht

Chakra:  Sakralchakra, Herzchakra

 

Aventurin Rot - Sonnenstein

Roter Aventurin natur

Der Sonnenstein besänftigt das Gemüt und besitzt eine ausgleichende Wirkung auf die Psyche. Auf diese Weise ist er in der Lage Wut und Jähzorn zu vertreiben.

Außerdem kann dieser Heilstein die eigene Wahrnehmung verändern und somit von Mängeln, Schwächen und Versagen ablenken.
Der Sonnenstein schenkt Zuversicht und ermöglicht die angenehmen Dinge des Lebens zu sehen und Depression, Angst und Sorgen zu überwinden.

Stärkt: Besänftigend, Ausgleichend, Persönlichkeit, Optimismus, Ausgeglichenheit, Mut

Wirkt bei: Angst, Depression, Sorgen, Zorn, Wut

Chakra: Herzchakra

 

Baumachat

Baumachat

Probleme und Herausforderungen können sich durch den Baumachat wesentlich entschlossener gestellt werden, da er sich auf die eigene Kraft besinnen lässt und selbst in unangenehmen Lebenslagen die notwendige Ausdauer, innere Ruhe, Schutz und Sicherheit bietet. Zusätzlich macht der Baumachat den Umgang mit Kindern gefühlvoller, feinfühliger und verständnisvoller. Zusammen mit dem Chrysopras sorgt er für Ruhe sowie Wärme und mindert Überheblichkeit.
Dieser Heilstein lässt erkennen, dass jeder einzelne ein Teil des Großen und Ganzen ist.

Stärkt: Entschlossenheit, innere Ruhe, Ausdauer, Umgang mit Kindern, Vitalität

Wirkt bei: Unausgeglichenheit, Unentschlossenheit, Kraftlosigkeit, Unsicherheit

Chakra: Herzchakra

 

Bergkristall

Bergkristall

Der Bergkristall ist ein „Master Healer“-Stein, ein Katalysator auf dem Weg zu unserem Selbst und verschafft Klarheit sowie Ordnung. Er unterstützt damit die Beruhigung des seelischen Zustands und eine harmonischere Ausrichtung am höheren Selbst.
Dieser große Heilstein löst Blockaden und harmonisiert das Energiesystem, d.h. er stärkt unterdrückte oder zu schwache Bewusstseinsaspekte und mildert übertrieben starke Teile unseres Selbst.

Der Bergkristall hilft Offenheit und gegenüber anderen Menschen eine klarere Wahrnehmung zu verschaffen. Zusätzlich wird er als Förderer des Gerechtigkeitssinns verstanden und verleiht seinem Träger ein besseres Gespür für den richtigen Zeitpunkt.
Er hilft dabei in großem Maße die Selbstwahrnehmung zu steigern und sich besser selbst zu spüren. Der Heilstein unterstützt dabei, dass eigene Bedürfnisse nicht mehr hauptsächlich von äußeren Einflüssen bestimmt werden.
Die inneren Bedürfnisse lassen sich auch wesentlich besser ausleben. Zudem bewirkt er auch das Entwickeln von mehr Aufmerksamkeit und Sensibilität in der Partnerschaft.
Ebenso gibt der Bergkristall Kraft gegen seelische Leiden, die durch innere Zwänge verursacht werden. Zudem ist es der beste Stein, wenn es darum geht eine explosiv erwachte, Schmerzen und Probleme verursachende Kundalini wieder zu beruhigen.
Dies geschieht meist, wenn bestimmte Chakren noch nicht vollständig geöffnet sind und die Kundalini an diesen Stellen verharrt.

Der Kristall überträgt Energien und Informationen aus seiner Umgebung bzw. von allem, das mit ihm in Berührung kommt. Bergkristalle eignen sich von allen Steinen am besten, um Informationen aufzunehmen und weiterzugeben, fast wie ein Programmiermedium. Er sorgt dafür, dass die Informationen wahrgenommen und intensiviert werden. Er kann je nach Situation Energie bzw. Informationen speichern, kompensieren und auch wieder abgeben, wird sie aber in jedem Fall deutlich verstärken und auf ein neues, möglichst hohes bzw. optimales Niveau anheben. Entsprechend wird unsere Aura vergrößert und gestärkt, wenn wir einen Bergkristall in der Hand halten oder am Körper tragen.

Unsere spirituellen Fähigkeiten werden angehoben und leicht vergrößert. Er besitzt auch durchaus positive Einflüsse auf die Konzentration, Achtsamkeit und das Gedächtnis. Eine Besonderheit von dem Bergkristall ist, dass er auf alle unsere Körperchakren, vom Scheitel bis hinab zu den Füssen, gleichsam einwirkt und sie dabei harmonisiert. Der Kristall wirkt damit auf unsere gesamte Inkarnation ein. Man kann ihn als universell bezeichnen, er gibt dem Körper das, was er gerade braucht und klärt die Energie bereits auf Zellebene.

Stärkt: Persönlichkeitsentwicklung, Außenwahrnehmung, Entscheidungsfindung, Intuition, Selbstvertrauen, innere Ruhe, Schlaf, in Verbindung mit anderen Steinen die Wirkung

Wirkt bei: Stress, Unentschlossenheit, Energieüberschuss, Blockaden

Chakra: Kronenchakra

 

Chrysopras

Chrysopras

In der Antike galt Chrysopras als Heilmittel gegen Depressionen. Er schenkt Ruhe, Geborgenheit, Vertrauen, verschafft neue Denkweisen und gibt Hoffnung. 
Neue Wege im Leben lassen sich mit der Hilfe des Chrysoprases besser und mit Weitsicht meistern. So ist dieser Heilstein in der Lage, bei Kummer zu helfen, negative Gedanken aufzulösen oder belastendes aus der Vergangenheit besser verarbeiten zu lassen.
In einer Beziehung verleiht der Chrysopras mehr Treue, wirkt der Eifersucht entgegen und hilft auch dabei Beziehungsprobleme zu lösen. Ebenso kann er bei Schlafstörungen und Alpträumen helfen.

Stärkt: innere Ruhe, Geborgenheit, Optimismus, Klarheit, Treue in Partnerschaft, ruhiger Schlaf

Wirkt bei: Depression, Kummer, Eifersucht, Alpträume, Schlafstörungen, negative Gedanken

Chakra: Herzchakra

 

Citrin

Citrin natru

Der Citrin kann sehr gut gegen Stress, Kummer und Depressionen helfen. Er schenkt neue Lebensfreude, heitert die Stimmung auf und stärkt das Selbstvertrauen sowie die eigene Individualität. Er beschert Klarheit im Leben, weckt Neugierde auf Neues und kann dabei helfen, Erfahrungen oder Enttäuschungen besser zu verarbeiten.
Der Citrin steigert aber auch die Entschlossenheit und stärkt die Ausdruckskraft. Der Citrin kann Unsicherheiten und düstere Stimmungen lösen.

Stärkt: Auffassungsgabe, Lebensfreude, Selbstvertrauen, Neugierde, Ausdruckskraft, geistige Fitness

Wirkt bei: Unsicherheit, düstere Stimmung, Kummer, Depressionen, Stress, Ermüdung

Chakra: Solarplexuschakra

 

Honigcalcit

Honigcalcit

Der Honigcalcit fördert die geistige Entwicklung, stärkt die Intuition und verhilft zu einer positiven Lebenseinstellung. 
Ebenso verleiht er mehr Selbstvertrauen, Tatkraft und Standhaftigkeit in Problemsituationen. Er bringt Gewissheit, in dem man seinen Gefühlen Vertrauen schenkt, aktiviert das innere Wissen, hilft im Lernprozess, sich auf sein Gespür zu verlassen, dabei wärmend und beruhigend.

Stärkt: Intuition, Optimismus, Selbstvertrauen, Standhaftigkeit

Wirkt bei: Pessimismus, Lernblockaden, Selbstzweifel

Chakra: Sakralchakra 

 

Jaspis - Achat

Jaspis Achat

Der Jaspis beschert innere Ruhe, Achtsamkeit und fördert Ausdauer sowie Willenskraft. Durch mehr Energie können auch Ideen oder Ziele bedacht und umsichtig umgesetzt werden. Zudem bringt er der Selbsterkenntnis einen Schritt näher und fördert gleichzeitig das Verständnis für andere Menschen.
Der Jaspis verbessert den Verstand, die Konzentration und das Gedächtnis. Zudem unterstütz er das logisch-rationale Denken und hilft so, Probleme zu erkennen, Lösungen zu finden und diese zügig umzusetzen.

Stärkt: Konzentration, Achtsamkeit, Ausdauer, Selbsterkenntnis, innere Stabilität, Verwirklichung, Ruhe, Entspannung

Wirkt bei: Sorgen, Zweifel, Konzentrationsschwäche, innere Spannung, Schwermut

Chakra: Solarplexuschakra

 

Malachit

Malachit

Der Malachit beflügelt die Fantasie, verbessert die Wahrnehmung und steigert die Konzentration, er lässt uns schnelle, klare Entschlüsse fassen und stärkt die Beobachtungsgabe. 
Er stärkt den Sinn für Ästhetik, Sinnlichkeit, Schönheit, Freundschaft und Gerechtigkeit. Außerdem beschert er mehr Verständnis sowie Liebe gegenüber der Umwelt und verdeutlicht zurückgestellte Bedürfnisse oder Gefühle. 
Durch mehr Lebensfreude und Ausgeglichenheit hebt Malachit die Lebensqualität, nimmt Hemmungen und trägt auch zu einer harmonischen Partnerschaft bei. 
Malachit ist auch bei Liebeskummer ein Trost spendender Begleiter.

Stärkt: Fantasie, Lebensfreude, Selbstverwirklichung, Zufriedenheit, Erfolg, Konzentration

Wirkt bei: Unzufriedenheit, Unausgeglichenheit, Schüchternheit, Selbstzweifel

Chakra: Herzchakra

 

Obsidian

Obsidian

Der schwarze Obsidian löst besonders gut Blockaden, Schock, Ängste und Traumata. Er hilft dabei, sich mit vergangenen Erfahrungen auseinanderzusetzen und damit verbundene Schmerzen zu lösen.
Der Obsidian wirkt mit dem Rhodonit als „Erste Hilfe Stein bei Unfällen“. 
Gleichzeitig lässt dieser Heilstein Gutes darin entdecken und hilft aus diesen Erfahrungen zu lernen. Der schwarze Obsidian fördert zudem ungenutzte Fähigkeiten, verstärkt den Fluss der Lebensenergie, erhöht das innere Sehvermögen, verbessert die Wahrnehmung und schützt vor energetischen Übergriffen und Fremdenergien.

Stärkt: unbewusste Begabungen, Wahrnehmung, logisches Denken, Durchhaltevermögen, innere Ruhe, Geduld, Wandel, Optimismus,

Wirkt bei: Schock, Traumata, Angst, Depressionen, Angespanntheit, ADHS

Chakra: Wurzelchakra

 

Rosenquarz

Rosenquarz

Der Rosenquarz ist ein besonders wichtiger Heilstein für das Herz. Denn er sorgt für Sensibilität und Romantik. 
Er ist der Stein für die Verliebten, denn er lässt Sehnsüchte und Wünsche wach werden. Besonders die Empfänglichkeit für Liebe wird durch den Rosenquarz gestärkt. Der Rosenquarz sorgt auf dafür, dass Beziehungsängste und Ängste um Unverständnis oder im Umgang mit anderen Menschen verschwinden. Das Herz öffnet sich und traut sich mehr, denn es bekommt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dadurch wirkt Rosenquarz auch beruhigend auf das Gemüt.

Durch ihn kann eine Beziehung neue Harmonie und Einverständnis erlangen. Zudem steigert er auch das Bedürfnis nach Sexualität auf eine sehr zärtliche und sensible Art. Bei Liebeskummer verhindert der Rosenquarz das Verschließen des Herzens, hilft beim Loslassen und mildert so das Leid. Die sanfte Wirkung des Rosenquarz` verleiht seinem Träger mehr Aufgeschlossenheit, er entwickelt Vertrauen für einen Neubeginn. So hilft der Edelstein auch, seelische Wunden zu heilen.

Stärkt: (Selbst-) Liebe, Sensibilität, Romantik, Harmonie, Aufgeschlossenheit

Wirkt bei: Liebeskummer, Herzschmerz, Beziehungsproblemen, Selbstzweifel, Probleme bei der eigenen Sexualität

Chakra: Wurzelchakra

 

Rot-Gold Obsidian

Rot Gold Obsidian

Rot-Gold Obsidian löst besonders gut Blockaden, Schock, Ängste, Depression oder Traumata. Er hilft dabei, die Auswirkungen dieser Wunden auf die Psyche zu überwinden und ein Übergreifen auf den Körper vorzubeugen. 
Er hilft dabei Unterbewusstes in das Bewusstsein zurückzurufen und erkennen zu lassen. 
Der Rot-Gold Obsidian schenkt wieder neuen Mut. Er stärkt die Wahrnehmungsfähigkeit und aktiviert all unsere Sinne, sodass sich die innere Erkenntnis entfaltet.

Stärkt: Bewusstsein, Erkenntnis, innere Ruhe, logisches Denken, Konzentration

Wirkt bei: Prüfungsangst, Lampenfieber, Schock, Ängste, Depression, Traumata

Chakra: Wurzelchakra

 

Rotstein – Rhodonit

Rotstein Rhodonith natur

Der Rhodonit hilft dabei, mit jeder Art von Lebenswandel umzugehen und durch mehr Begeisterung und Optimismus einen neuen Abschnitt zu betreten. Selbst wenn es darum geht, verzeihen zu können und dadurch seelischen Schmerzen zu lösen. 
Dieser Heilstein lässt aber auch in Extremsituationen oder bei Schicksalsschlägen die geistige Kontrolle bewahren. Ganz gleich ob es sich dabei um einen Schock, Unglücksfall, Fassungslosigkeit oder Panik handelt. In Konflikten sorgt er für mehr Verständnis und trägt so zu einer besseren Lösung bei. Rhodonit lindert aber auch Ängste, Prüfungsangst bis zur geistigen Blockade.

Stärkt: Optimismus, Wandel, Ausgeglichenheit, Verständnis

Wirkt bei: Angst, Prüfungsangst, geistigen Blockaden, Schock, Panik

Chakra: Wurzelchakra

 

Rubin-Zoisit

Rubin Zoisit

Der Rubin-Zoisit hilft bei geistigen Strapazen, Niedergeschlagenheit und Aggressivität. Dieser Heilstein steigert den Sinn für die Realität und bewahrt vor Leichtfertigkeit oder unbedachten Aktionen. 
Der Rubin-Zoisit beschert Kreativität, lässt nach neuen Bedürfnissen oder Ideen suchen und das eigene Leben wieder selbst übernehmen. Gefühle, die verschüttet waren, werden zu neuem Leben erweckt. Wir erinnern uns wieder an das, was uns wichtig ist. Der Rubin-Zoisit steigert zudem die Sexualität und die Fruchtbarkeit. Er wird als Lebensstein und Heilstein der Erholung bezeichnet.

Stärkt: vorhandene Energien, Kreativität, verborgene Gefühle, Partnerschaft, Sexualität

Wirkt bei: Aggressivität, Traurigkeit, geistige Anstrengungen, Partnerschaftsprobleme

Chakra: Herzchakra

 

Schneeflocken Obsidian

Schneeflocken Obsidian

Der Schneeflocken-Obsidian stärkt den Charakter und fördert ungenutzte Stärken zutage. Zudem lässt er den Tatsachen besser ins Auge blicken, hilft aus den eigenen Fehlern zu lernen und verbessert die Intuition sowie die Spontanität. 
Zusätzlich ist dieser Heilstein ein guter Helfer bei Ängsten sowie Blockaden und schützt vor negativen Einflüssen, lässt uns falsche Freunde und kommende Gefahren erkennen. 
Er fördert die Akzeptanz für unser Leben und alles, was ist.

Stärkt: Intuition, Charakter, Spontanität, Selbsterkenntnis, Selbstakzeptanz

Wirkt bei: Angst, Blockaden, negativen Einflüssen, „Tunnelblick“

Chakra: Wurzelchakra

 

Sodalith

Sodalith

Der Sodalith beschert Ausdauer, Mut und steigert das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. 
Er hilft durch mehr Klarheit sowie Aufrichtigkeit die eigenen schlechten Gewohnheiten, Schuldgefühle oder Ängste abzulegen und unterdrückte Gefühle zu befreien. 
Dieser Heilstein lässt für die eigenen Anschauungen einstehen, Ziele beharrlich verfolgen und sorgt so für ein inneres Gleichgewicht. 
Der Sodalith kann aber auch die Denkkraft erhöhen und Inspiration sowie Begabung fördern, um auf diese Weise die Entwicklung der künstlerischen Fähigkeiten zu unterstützen. Zusätzlich gleicht der Sodalith das Gemüt aus.

Stärkt: Selbstvertrauen, Mut, logisches Denken, innere Freiheit, sich selbst treu zu sein, Konzentration, Ausgeglichenheit, Achtsamkeit, Selbstbewusstsein, Erkenntnis, Ausdauer

Wirkt bei: Denkblockaden, Schuldgefühlen, Angst, Misstrauen

Chakra: Halschakra, Drittes Auge

 

Tigerauge

Tigerauge

Tigerauge verleiht Mut, Schutz und Sicherheit. Er verfeinert die Sinne und gibt Abstand bei Unklarheiten, lässt dadurch bei diesen den Überblick wahren und hilft beim Treffen wichtiger Entscheidungen. 
Er schützt durch mehr Ausgeglichenheit vor Einflüsse wie Stress, Belastung, Zweifel oder wechselnder Gemütslage. Auf diese Weise lassen sich auch Probleme mit der Hilfe des Tigerauges lösen. Tigerauge steigert außerdem die Konzentration, hilft bei Ängsten oder Depressionen und lässt Bodenständigkeit wahren.

Stärkt: Sicherheit, Mut, Entscheidungsfindung, Konzentration, Optimismus, Bewusstsein

Wirkt bei: Depressionen, Zweifel, Stress, Erschöpfung, Traurigkeit

Chakra: Solarplexuschakra

 

Türkis

Türkis

Der Türkis bietet Schutz, weil er vor kommenden Gefahren warnen kann. Er schützt vor fremden, ungünstigen und manipulativen Einflüssen. 
Er verhilft zu mehr Erfolg, da er das Selbstbewusstsein stärkt, die Kommunikationsfähigkeit verbessert und Tatkraft sowie das Durchsetzungsvermögen fördert. Er ist ein besonderer Wegbegleiter für Menschen, die viel in der Öffentlichkeit reden oder es lernen wollen.

Der Türkis hilft aber auch bei Depressionen. Dieser Heilstein verleiht die Kraft, sich selbst zu schützen und lässt sich von Strapazen oder Beeinflussungen aus der Umwelt zurückziehen und erholen. Er beschert die nötige Erkenntnis, dass jeder für sein eigenes Schicksal verantwortlich ist und verarbeitet vergangene Ursachen auf. 
Auf diese Weise gleicht er das Gemüt aus, bringt einen wieder auf andere Gedanken und schenkt die Lebenskraft, um das eigene Leben zu bewältigen.

Stärkt: Selbstsicherheit, Tatkraft, Ausdruckskraft, beruflicher Erfolg, Freude, Kommunikation, Ausdauer, Erkenntnis

Wirkt bei: Depressionen, Unsicherheit, Ausdrucklosigkeit, Antriebslosigkeit

Chakra: Halschakra

 

 

 

 

Publiziert in Radionik Impuls

Woche 1

Vom Zauber des Anfangs
Einstimmung auf den Neubeginn

„Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt“, sagt einst der chinesische Weise Laotse. Der erste Schritt ist deshalb etwas ganz Eigenes und es lohnt sich, ihn genauer zu betrachten.

An Beginn unseres persönlichen Jakobsweges für zu Hause steht eine Übung, bei der es um das Besondere des Anfangens geht. Der erste Schritt ist nicht wie alle anderen: Ihm fehlt der Vorgänger, der ihm den Schwung zum Weitergehen gibt. Der erste Schritt muß seinen Schwung also woanders herholen. Das Anfangen braucht eine besondere Kraft.

Diese Kraft müssen wir jedoch nicht aus dem Nichts aufbringen, denn sie wird uns geschenkt. Sie liegt in dem Ruf, der uns ereilt, in der Sehnsucht, die uns treibt und in der Gewissheit, daß wir am Ziel erwartet werden. Wie die Geschichte von Abraham erzählt, der auszog, weil ihm ein Versprechen gegeben war. (1.Moses 11-25)

Der nachstehenden Text handelt vom Zauber des Anfangs. Lesen Sie ihn aufmerksam durch. Verweilen Sie bei einzelnen Worten.

  • Welche Sinneseindrücke stellen sich ein?
  • Welche Bilder steigen auf?

Beschäftigen Sie sich mit dem Text, solange Sie mögen.

Der Aufbruch, welch ein Versprechen
Etwas wird anders, etwas wird neu.
Aufbruch, Aufbrechen. Auf. Brechen.
Auf, mach dich auf.
Etwas bricht. Etwas öffnet sich.
Das ist der Beginn.
Wenn Du ihn spürst,
hat er schon stattgefunden

 

Woche 2

Lebendigkeit durch Veränderung
Etwas Neues ausprobieren

Die Bereitschaft sich auf Neues einzulassen, können wir trainieren. Sie ist wie ein Muskel, der kräftig und beweglich gehalten werden will und dies mit ganz einfachen Übungen im Alltag.

Etwas Neues zu beginnen, das hat viel mit Kreativität im Alltag zu tun. Kreativ zu sein bedeutet, für eine neue Situation ein angemessenes Verhalten zu finden oder auf eine bekannte Situation anders als bisher zu reagieren. Und das läßt sich leicht auch im Alltag umsetzen.

Versuchen Sie in dieser Woche einmal, an jedem Tag etwas Ungewohntes zu tun. Das kann völlig unspektakulär sein-beispielsweise können Sie heute einen anderen Weg zur Arbeit einschlagen. Morgen überwinden Sie sich und lächeln eine wildfremden Menschen an, der an der Supermarktkasse hinter Ihnen steht-er sollte Ihnen allerdings schon sympathisch sein. Übermorgen reagieren Sie auf eine vertraute Situation mit einem für Sie ungewohnten Verhalten. So können Sie etwa, wenn Sie normalerweise immer als Erster sprechen und zu allem etwas zu sagen haben, einmal versuchen, sich Ihren Teil nur zu denken. Umgekehrt wäre es denkbar, daß Sie-falls Sie sonst im Stillen zuhören-jetzt einmal ungefragt Ihre Meinung äußern.
Machen Sie am besten eine Liste mit Dingen, die Sie tun (oder lassen) wollen, jedoch nutzen Sie auch spontane Gelegenheiten.

Achten Sie auf das Gefühl der Lebendigkeit und Freude, das sich fast immer einstellt, wenn wir etwas Neues und Ungewohntes getan haben!

 

Woche 3

Eigene Sehnsüchte erkennen
Veränderung heißt Weiterentwicklung

Etwas Neues zu wagen, das ist mit unseren Sehnsüchten verbunden. Es ist wichitg, daß wir diese Sehnsüchte kennen.
Denn sie sind die Leitsterne auf dem Weg, der vor uns liegt.

Einem Stern folgten einst die Weisen aus dem Orient und fanden so zur Krippe Jesu, dem Ziel ihrer Sehnsucht. Seit jeher gelten die Sterne als Licht, das den Seelen den Weg ins Paradies zeigt. Und der Weg nach Santiago de Compostela, der Jakobsweg, heißt auch Sternenweg. Unsere Sehnsüchte können wie als Leitstern begreifen, die uns den Lebensweg weisen.

Über den ersten Schritt nachzudenken und neue Dinge auszuprobieren, das bringt uns in Kontakt mit unseren Sehnsüchten und Wünschen. Es ist gut, wenn wir sie unbewußt machen. Denn sie zeigen uns, wo uns etwas fehlt. Nicht im materiellen Sinn, sondern vor allem in Hinsicht auf das, wie wir unser Leben gestalten.

Achten Sie in dieser Woche auf die Momente, in denen sich Sehnsüchte zeigen. Versuchen Sie zu ergründen, ob es einen Zusammenhang mit der Situation gibt, in der Sie sichtbar werden. Wenn sich unterschiedliche Wünsche zeigen, versuchen Sie herauszufinden, welcher Ihnen am wichtigsten ist und welche vielleicht am ehesten realisierbar erscheint.

Wünsche zu ergründen und Sehnsüchten nachzugehen hat nichts mit Unbescheidenheit zu tun. Vielmehr geht es um Weiterentwicklung. Wir verändern uns-und mit uns verändern sich auch unsere Wünsche.

 

Woche 4
Um den Segen bitten
Stärkende Worte sind gute Begleiter

Zu einer Pilgerfahrt gehört der Pilgersegen. Es soll uns im Glauben stärken, auf unserem Weg schützen und daran erinnern, dass wir nicht alles aus eigener Kraft leisten müssen.

Der Segen ist ein Geschenk Gottes. Wie jedes Geschenk kann er nicht erzwungen werden. Denn er ist kein Lohn. Wir können nur für andere und für uns selbst darum bitten, ihn zu empfangen und dafür zu danken.

Die folgenden 3 Wochen sind der Bitte um den Segen gewidmet. Sie können dazu in eine Kirche gehen, etwa in der Mittagspause, und dort still für sich um gutes Gleit für Ihren Weg bitten. Oder Sie suchen einen anderen Ort auf, an dem Sie sich geborgen fühlen und formulieren dort Ihre Bitte um Vertrauen und Geduld, um Orientierung für die Zukunft und Versöhnung mit der Vergangenheit. Um gute Weggenossen, Gesundheit und alles, was Ihnen jetzt wichtig ist. Vielleicht finden Sie spontan die Worte für Ihren Segenswunsch, Sie können sich jedoch auch vorher aufschreiben, worum Sie bitten wollen. Und schließen Sie die Menschen in Ihre Bitte ein, die mit Ihnen unterwegs sind. Beenden Sie Ihre Segensbitte mit diesem abgewandelten Zitat aus dem deutschen Pilgersegen: „Mehre meinen Glauben, stärke meine Hoffnung und erneuere meine Liebe.“

Statt als Gebet können Sie Ihre Segensbitte auch als Wunsch formulieren und in Ihre Vorstellung zu Himmel aufsteigen lassen.

 

Woche 5

Vertrauen wagen
Loslassen und kontrollieren

Die Segensbitte hat es schon zur Sprache gebracht: Wer sich auf einen neuen Weg begibt, der braucht Vertrauen. Das gilt für eine große Reise ebenso wie für den Pilgerweg durch den Alltag

Achten Sie diese Woche darauf, wo und bei welchen Gelegenheiten sie Vertrauen wagen. Da kann in kleine Dingen sein und in ganz großen. Es kann Materielles betreffen, etwa wenn Sie jemandem Ihren Hausschlüssel geben. Es kann jedoch auch Ideelles betreffen wie ein Partnerschaft oder eine Freundschaft, in der Sie einander Dinge anvertrauen. Ein besonders Vertrauen brauche Sie zum Beispiel dann, wenn Sie die eigene Gesundheit in die Hände von Fachleuten legen.

Wo Sie Vertrauen schenken, bekommen Sie oft welches zurück. Malen Sie doch einmal ein Diagramm, in dessen Mittelpunkt Sie selbst stehen. Und darum herum als Punkte in kleinem oder größeren Abstand die Menschen und Institutionen, zu denen ein Vertrauensverhältnis besteht. Verbinden Sie den Mittelpunkt und die anderen Punkte mit ein oder zwei Linien je nachdem, ob das Verhältnis ein- oder wechselseitig ist. Schauen Sie das Diagramm in dieser Woche immer wieder an und prüfen sie, ob Sie damit zufrieden sind.

Wenn etwas in dem Diagramm fehlt, Vertrauen in einer Beziehung etwa nur einseitig gewährt wird, dann können Sie zusätzlich überlegen, ob sie das gerne ändern möchten, und wenn ja, wie: vielleicht durch mehr Offenheit Ihrerseits oder im Gegenteil durch etwas größere Distanz.

 

Woche 6

Die Gnade der Gelassenheit
Gebet von der richtigen Unterscheidung

Das Ritual der Segensbitte und die Vertrauensübung für den Alltag machen beide eine tiefe Wahrheit erfahrbar: nämlich diejenige, dass wir nicht alles selbst in der Hand haben.

Vielleicht haben Sie es bei der vorigen Übung genossen, sich oder eine Angelegenheit bewußt jemandem anzuvertrauen. Oder Sie sind je nach je nach Ihrer Situation und Stimmung mit Ihrem Bedürfnis nach Sicherheit konfrontiert worden. Beide Gefühle haben in uns Platz. Beide brauchen wir, um Kraft zu sammeln für unseren Weg. Ergründen Sie in dieser Woche wo für Sie die Grenzen der machbaren Sicherheit liegen. Sprechen sie laut oder leise jeden Tag einmal dieses berühmte Gelassenheitsgebet des Theologen und Philosophen Reinhold Niebuhr (1892-1971):

Gott, gib mir die Gnade, mit Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Wünschen Sie sich manchmal Gelassenheit? Wenn ja, prüfen sie, in welchem Lebensbereich Sie es zunächst wagen können, etwas weniger auf Nummer sicher zu gehen. Jedoch schauen Sie auch, wo sich etwas ändern ließe, wenn Sie sich dafür nur mutig genug fühlen würden.

Niebuhrs Worte lassen sich auch gut anstelle des Pilgersegens ans Ende der Segensbitte stellen (Übung 4). Schauen Sie, ob Ihre Segensbitte mit dem neunen Schluß vielleicht anders auf Sie wirkt.

 

Woche 7

Gestern, heute, morgen
Den Zusammenhang wahrnehmen

Leben bedeutet unterwegs sein. Mal gehen wir ein kurzes Stück, mal eine längere Strecke. Doch wo immer wir stehen, erstreckt sich hinter und vor uns das Band unseres Weges.

Es ist gut, sich den eigenen Lebensweg immer wieder vor Augen zu führen, um den Zusammenhang darin zu erkennen. Betrachten Sie in den nächsten 3 Wochen täglich das zu dieser Übung gehörende Bild oder ein Symbol, das für Sie Kontinuität für den Zusammenhang steht und Sie anspricht: ein kunstvoll gewirktes Seil etwa, den sprichwörtlichen roten Faden, einen Rosenkranz oder eine Kette mit schönen Gliedern oder Steinen.

Schauen Sie das Bild oder das Symbol an und stellen Sie sich dabei folgende Fragen:
Woher komme ich?
Wo stehe ich heute?
Wohin möchte ich gehen?
Lassen Sie keine Frage aus. Der Dreischritt aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bildet den Rhythmus der Meditation, er entspricht dem Dreiklang von Einatmen, Ausatmen und Innehalten. Sie können die Fragen mit Blick auf das Ziel Ihres Jakobsweges auch konkretisieren:
Was hat mich bisher mich selbst näher gebracht?
Wann fühle ich mich heutzutage im Einklang mit mir selbst?
Was wünsche ich mir diesbezüglich noch?
Notieren Sie jeden Tag die Antworten, die sich auf die Fragen einstellen.

Achten Sie auch darauf, ob Antworten sich ändern, jedoch bewerten Sie keine von ihnen. Versuchen Sie innere Zusammenhänge zu entdecken-die Kontinuität Ihres ganzen persönlichen Lebens.

 

Woche 8

Schritt für Schritt
Bewusstsein für das Gehen entwickeln

Das Gehen ist der Inbegriff des Unterwegsseins. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, müssen Sie jedoch nicht wochenlang verreisen. Sie können auch einen längeren Spaziergang dazu nutzen.

Wählen Sie eine Strecke aus, die Sie gerne mögen, die für Sie ohne Aufwand gut erreichbar ist und Sie in dieser Woche möglichst jeden Tag gehen können. Legen Sie diesen Weg mit Bedacht und Langsamkeit zurück.

Wenn Sie ihren Weg nun abschreiten, dann versuchen Sie bewusst wahrzunehmen, wie Sie einen Schritt vor den anderen setzen. Jeder Schritt ist wichtig, keiner kann übersprungen werden. Spüren Sie, wie Ihr Weg, der als Möglichkeit vor Ihnen liegt, in der Bewegung des Gehens Wirklichkeit wird. Im Wort Bewegung steckt das Wort Weg. Machen Sie sich bewusst Sie selbst setzen Ihren Weg aus jedem einzelnen Schritt zusammen und so wird er Ihre ureigene Realität im konkreten und im übertragenen Sinn.

Versuchen Sie im Gehen, ein Gefühl für das Unterwegssein zu entwickeln, ohne ans Ankommen zu denken. Ein bekanntes Sprichwort sagt ja: Der Weg ist das Ziel.

Nehmen Sie im Gehen auch wahr, wie das, was am Wegrand liegt, vorbeizieht.
Was spricht Sie gerade heute an?
Ist es Ihnen früher schon einmal aufgefallen?
Im Nachdenken über diese Dinge können Sie Ihre Aufmerksamkeit vertiefen.


Woche 9

Wenn Dinge sich wandeln
Veränderungen annehmen

Die beiden vorigen Übungen haben Sie mit der Kontinuität in Ihrem Leben in Verbindung gebracht und auch mit Veränderungen, denn unterwegs sein bedeutet, mit dem Wandel leben.

Zuweilen können wir es kaum erwarten, dass die Dinge anders werden. Wenn wir erst dies oder jenes Ziel erreicht haben, so denken wir, dann wird manches besser werden. Doch je differenzierter wir denken, desto mehr begreifen wir: Die Zeit bringt uns vieles und sie nimmt auch. Und nicht alle Veränderungen sind erwünscht und freiwillig. Oft müssen wir auf dem Weg zum Ziel etwas anderes hinter uns lassen, müssen es los lassen.

Betrachten Sie in dieser Woche wichtige Veränderungen in Ihrem Leben.
Welche waren ersehnt und lange vorbereitet?
Welche kamen überraschend?
Welchen Verzicht gab es und wie haben Sie ihn verarbeitet?
Welchen Neugewinn wurde Ihnen geschenkt?
Wie haben Sie die Veränderung im Moment des Erlebens empfunden?
Wie empfinden Sie sie im Rückblick?

Sie können auch in die Zukunft blicken und sich fragen:
Welche Veränderungen wünsche ich mir?
Und was wäre der Preis, den ich dafür zu zahlen bereit bin?

Der Wert der Übung liegt wie meistens in der Wiederholung. Betrachten Sie die Wandlungspunkte in Ihrem Leben wirklich an jedem Tag dieser Woche. Vielleicht fallen Ihnen immer noch neue ein, vielleicht sehen Sie auch dieselben Veränderungen an verschiedenen Tagen in jeweils neuem Licht.

 

Woche 10

Der wunderbare Dreischritt
Im Atem den Rhythmus finden

Im Gehen ist unser Atem deutlich spürbar. Je ruhiger unser Schritt ist, desto regelmäßiger wird auch der Rhythmus des Atems sein- der Dreischritt aus Einatmen, Ausatmen und Atempause.

Mit dieser Meditation, regelmäßig ausgeführt, können Sie üben, sich mit der Kraftquelle des Atmens in Ihnen zu verbinden. Setzten Sie sich bequem hin und richten Sie den Blick auf einen Punkt am Boden etwa einen halben Meter vor Ihnen. Wandern Sie nun gedanklich durch Ihren Körper vom Scheitel bis zur Sohle. Überall sind Muskeln, die Sie loslassen können. Die Schulter etwa: Können Sie sich noch tiefer fallen lassen. Oder die Kiefermuskulatur: Können Sie noch lockerer werden? Gehen Sie so alle Muskelgruppen durch.

Dann richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Atem. Konzentrieren Sie sich entweder auf die Nasenlöcher, wo der Atem kühl ein- und erwärmt wieder austritt oder auf das Heben und Senken des Zwerchfells. Lassen Sie alles geschehen. Achten Sie nun auf den natürlichen Dreischritt von Einatmen, Ausatmen und Atempause und warten Sie, bis das Einatmen von selbst wiederkommt. Mit einer kleinen Bewegung von Händen und Füßen kehren Sie aus dieser Übung wieder zurück.

Beim ersten Mal sollte die Übung 5 Minuten dauern. Mit zunehmender Erfahrung können Sie sie auf 15 Minuten ausweiten.

Diese Übung können Sie in Ihren natürlichen Lebensrhythmus integrieren. Sie können sie jederzeit immer wieder machen.

 

Woche 11

Luftholen nicht vergessen
Atmen und entspannen

Was in der Meditation geübt wird, hilft auch im Alltag weiter. Achten Sie häufiger darauf, gut durchzuatmen und nutzen Sie Ihren Atem in Stresssituationen, um sich zu beruhigen.

Über die Atmung denken wir normalerweise nicht weiter nach. Sie soll ja ohne Zutun funktionieren. Doch manchmal lohnt es sich, dem Dreischritt Einatmen, Ausatmen und Atempause zu beachten.

Nehmen Sie sich in stressigen Momenten möglichst auf Ihren Atem zu achten. Der ist nämlich gerade in angespannten Situationen oft so flach, dass Sie ihn kaum spüren. Atmen Sie dann ein paar Mal ruhig ein und aus und denken Sie an die Atempause. Indem Sie sich auf Ihren Atem konzentrieren, stellen Sie Nähe zu sich selbst her – und das ist in jeder Lebenslage das Beste, was Sie tun können.

Versuchen Sie außerdem, einmal täglich in die Hocke zu gehen und dabei mit den Fußsohlen am Boden zu bleiben. Das entspannt Ihr Zwerchfell. Oder stehen Sie locker in den Knien leicht gebeugt und schwingen Sie den Oberkörper und die Arme frei hin und her. Dabei tief durchatmen. Den Kopf können Sie in die Bewegung mitnehmen, jedoch keine kompletten Kreise beschreiben. Wenn Sie mögen, singen Sie beim Schwingen. Damit tun Sie Ihrer Lunge noch mehr Gutes.

Wenn sich bei der Körperübung ein Gähnen einstellen will, geben Sie dem unbedingt nach. Im Gähnen entspannen gleich mehrere Muskelgruppen vom Gesicht bis zum Bauchraum.

 

Woche 12

Im Kontakt mit der Kraft
Die spirituelle Seite des Atmens

Der Atem gilt in vielen Kulturen als Lebensprinzip. Er wird mit der Seele in Verbindung gebracht und bringt uns mit unseren Kraftquellen und unserer Spiritualität in Kontakt.

Im Alten Testament bedeutet das Wort ‚näfäsch‘ ‚Hauch, Atem‘ und auch ‚Seele, Gemüt, Herz‘. Es steht für das, was ein Geschöpf lebendig sein lässt. Auch ein anderes Wort ‚ruach‘ heißt nicht nur‘ Hauch, Wind, Geist‘, sondern meint ebenso das Lebensprinzip. Im Griechischen entspricht das dem Wort ‚pneuma‘. Es steht für Hauch, Luftstrom, Atem, Seele. Die Konzentration auf den Atem, können sie nun zum Anlass nehmen, sich mit Ihren eigenen Kraftquellen zu befassen. Lassen Sie Ihre Gedanken zu kürzer oder länger zurückliegenden Ereignissen schweifen und überlegen Sie:
Woher bekommen Sie in Ihrem Leben Energie?
Was hält Sie lebendig?
Was gibt Ihnen Mut und Freude?

Vielleicht spüren Sie, wie Bilder und Erinnerungen aufsteigen. Namen oder einfach ein zärtliches Gefühl. Also soll willkommen sein.

Wenn bei dieser Übung Dankbarkeit aufsteigt, so fassen Sie diese bewußt in Worte. Wiederholen Sie die Übung möglichst täglich-umso mehr Kraftquellen werden Sie entdecken.

 

Woche 13

Mit leichtem Gepäck unterwegs
Seelischen Ballast abwerfen

Wer leicht zu tragen hat, kommt besser vorwärts. Das gilt nicht nur für reales Gepäck sondern auch im übertragenen Sinn für den inneren Ballast, der sich in uns angesammelt hat.

Anders als bei einer großen Pilgerfahrt stehen Sie bei Ihrem Pilgerweg für zuhause nicht vor der Frage, was Sie alles mitnehmen müssen. Innerlich allerdings haben Sie genauso Gepäck dabei wie bei jeder Reise auch und sollten es sinnvoll beschränken. Belastend wirken zum Beispiel Überzeugungen, die nicht mehr stimmen, jedoch nicht aussortiert wurden. Vielleicht weil sie noch so wahr klingen. Oder betrachten wir die Werte, die wir für richtig halten: Vielleicht ist uns in der Zwischenzeit längst anderes wichtig?

Und dann das eigen Selbstbild: Entspricht es noch dem, wie wir uns fühlen und verhalten? Oder pflegen wir es eher deshalb, weil wir es so gut kennen?

Jetzt ist die Gelegenheit dazu, solchen Ballast abzuwerfen. Und zu trennen von dem, was uns gedanklich festhält und uns zum 100sten Mal in eine Grübelschleife schickt.

Machen Sie eine Liste mit Überzeugungen und Glaubenssätzen über sich und die Welt und prüfen sie, was Sie jetzt davon für richtig halten. Betrachten sie die Liste in diesen 3 Wochen immer wieder. Ergänzen Sie dann, was sich jeweils an Neuem zeigt und streichen Sie, was nicht mehr dazugehören soll.

Vielleicht zeigen sich bei dieser Übung überraschende neue Überzeugungen. Geben Sie diesen eine Gestalt in Worten und Bildern.

 

Woche 14

Zeit zum Entrümpeln
Energiefresser aussortieren

‚Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf‘, stellte einst Sokrates fest. Lassen Sie sich von ihm inspirieren! Erleichtern Sie sich durch gründliches Aussortieren.

Viele Menschen leben nur auf der obersten Schicht ihres Haushaltes und darunter setzt sich immer mehr Krimskrams ab – wie Ablagerungen im Erdreich. Doch damit belasten wir uns unweigerlich. Eine klare Umgebung hat mehr mit der Seele zu tun, als es zunächst scheint. Gerümpel hält innerlich fest. Es bindet Energie, denn wir müssen uns darum kümmern: Wir müssen es putzen oder immer wieder wegräumen, weil es im Weg steht. Gerümpel erkennen wir daran, daß wir es nicht nutzen, weil es überflüssig ist oder seinen Zweck nicht (mehr) erfüllt. Darunter fallen Gebrauchsgegenstände, jedoch auch Dinge, die wir einst aus Lust und Laune angeschafft haben, einfach weil sie uns gefielen.

Legen Sie diese Woche, eine oder mehrere Tage fürs Ausmisten ein und bestimmen Sie vorher, was Sie entrümpeln wollen, welchen Schrank, welches Zimmer. Nehmen Sie jeden Gegenstand, der sich darin befindet in die Hand. Wann haben Sie ihn zum letzten Mal benutzt oder auch nur gerne betrachtet? Machen Sie je eine Kiste für Dinge, die Sie weiterverschenken, die Sie wegwerfen und die Sie behalten wollen.

Vor allem, was ihren Haushalt verlassen soll, können Sie sich bewußt verabschieden nach dem Motto: Dieser Gegenstand hatte sein Zeit und die ist jetzt vorbei.

 

Woche 15

Es war gut-es ist vorbei
Zum Umgang mit Abschieden

Innerlich und Äußerlich entrümpeln-das bedeutet auch, sich auf Abschiede einzulassen. , auf gewollte und ungewollte, auf Trennungen, die erleichtern und solche, die schmerzen.

Beim Aussortieren von nicht mehr gebrauchten Dingen haben Sie wahrscheinlich hin und wieder Wehmut verspürt-die Wehmut des Abschieds. Manche Abschiede stehen am Ende eines Ereignisses oder einer Phase: Sei spüren, etwas war schön und gut und jetzt geht es vorbei. Eine andere Art von Abschiedsgefühl stellt sich ein, wenn es um das Loslassen von nicht geliebten Dingen geht. Von Plänen, die lange gehegt, aber niemals in die Tat umgesetzt wurden. Auch sie müssen verabschiedet werden, damit sie nicht den Blick auf die Zukunft verstellen.

In der Bibel finden sich starke Aussagen zum Abschied: Lots Frau erstarrt zur Salzsäule, weil sei sich zur Vergangenheit hin umdreht. Und Jesus fordert von seinen Jüngern, ihr ganzes Dasein hinter sich zu lassen. Darin steckt eine tiefe Wahrheit: Halbe Abschiede gibt es nicht.

Nehmen Sie sich in den kommenden Tagen mehrmals Zeit und überlegen Sie:
Wovon verabschieden Sie sich gerade?
Was ist der Grund für den Abschied?
Welche Bedeutung hat dieses Thema in Ihrem Leben?
Erlauben Sie sich traurig oder wehmütig zu sein und irgendwann auch erleichtert.

Lesen Sie in dieser Woche immer wieder Psalm 139,1-18. Diese Verse handeln davon, daß das, was für uns überschaubar ist, in Wahrheit doch einen Sinn ergibt.

 

Woche 16

Die Weite des Himmels
Schauen Sie öfters mal nach oben

Oft vergessen wir ganz, welche Weite sich über uns erstreckt. Wir beachten den Himmel nicht, obgleich er immer da ist und es nur einer Kopfbewegung bedarf, ihn zu sehen.

Richten Sie Sie in diesen 3 Wochen Ihre Augen zum Himmel, so oft es geht. Am besten natürlich bei Spaziergängen über das freie Feld. Genießen Sie die Weite, die sich Ihnen dadurch eröffnet. Versuchen Sie auch, nicht nur den Himmel über Ihnen, sondern auch den Horizont in der Ferne wiederzuentdecken: Gehen Sie dorthin, wo Sie freie Sicht haben, keine Hauswand oder etwas anders den Blick verstellt. Dann lassen Sie Ihre Augen ins Unendliche schweifen. Atmen Sie tief ein und nehmen Sie die Freiheit, die in dieser Weite liegt ganz in sich auf. Wenn Sie mögen breiten Sie die Arme aus, strecken und dehnen sich und machen Sie sich auch körperlich so weit wie möglich.

Weite hat immer auch mit Helligkeit zu tun, mit Licht. Wenn Sie sich häufig einen Spaziergang ins Weite gönnen, dann tanken sie damit viel natürliches Licht. Das ist gut für den Körper und die Seele. Wenn Ihnen die Zeit für Ausflüge fehlt, dann suchen Sie den Himmel dort, wo Sie sich gerade aufhalten: Gehen Sie bei jedem Wetter in der Mittagspause für ein paar Minuten ins Freie und schauen Sie in den Himmel.

Die Weite des Himmel bedeutet nicht, daß da nichts ist, denn auch der Himmel ist ein Teil der Schöpfung: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“, mit diesen Worten beginnt die Bibel.

 

Woche 17

Den eigenen Freiraum wahrnehmen
Wie viel Eigenständigkeit brauchen Sie?

Wir alle brauchen etwas Weite um uns herum, so wie ein Baum, dessen Wurzel und Krone nicht von anderen Bäumen bedrängt werden dürfen. Um diesen Freiraum soll es jetzt gehen.

Wie viel Freiraum haben Sie zur Verfügung in der äußeren Realität und in Ihrer eigenen Vorstellung? Wie viel nehmen Sie sich? ‚Du hast mir Raum geschaffen, als mir angst war‘, sagte der Dichter in Psalm 4.2. Genug Raum zu haben, keine Enge zu spüren und damit letztlich keine Angst haben. Das Wort ‚Angst‘ kommt ja von ‚Enge‘.

Achten Sie in den kommenden Tagen darauf, wie viel Freiräume Sie sich gestatten und wie viel Ihnen einge’räumt‘ wird. Fühlen Sie sich wohl damit? Oder hätten Sie gerne Gestaltungsspielraum - sei es, daß Sie im Beruf gern eigenständiger handeln oder im Privatleben über mehr Zeit für sich allein verfügen möchten? Jedoch das Gegenteil kann ebenso der Fall sein: daß Ihnen alles zu weit ist, zu unverbindlich. Daß Sie gern klarere Vorgaben und mehr Verbindlichkeit hätten. Die Bedürfnisse sind ja individuell. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Mehr Raum zu haben, das kann auch bedeuten: mehr Aufmerksamkeit von anderen oder schlicht mehr Platz in Quadratmetern. Spüren Sie nach, ob hier vielleicht ein Bedürfnis darauf wartet, erfüllt zu werden.

Wiederholen Sei innerlich öfter den Psalmvers und achten Sie darauf, in welchen Situationen er für Sie stimmig ist und wann Sie ihn aus vollem Herzen sprechen können.

 

Woche 39

Von Haupt- und Nebenwegen
Sich mit den eigenen Entscheidungen versöhnen

Je älter wir werden, desto mehr Weggabelungen und –kreuzungen haben wir schon passiert. Wir haben viele Entscheidungen getroffen und können im Rückblick unseren Lebensweg erkennen.

Es ist wichtig, mit den großen Entscheidungen des Lebens einigermaßen im Einklang zu sein. Auch dann, wenn wir heute in derselben Lage anders entscheiden würden als einst. Da hilft es, sich klarzumachen, daß es damals zum Zeitpunkt der Entscheidung, gute Gründe für den Weg gab, den wir eingeschlagen haben. Und manchmal geschieht es, daß ein Weg, den wir eingeschlagen haben, irgendwie doch noch in veränderter Form Teil unseres Lebens geworden ist.
Davon handelt der nachfolgende Text, den Sie in dieser Woche immer wieder lesen und auf sich wirken lassen können.

Überlegen Sie, welche Hauptwege und Nebenpfade sich durch die Landkarte ihres Lebens ziehen. Halten Sie sie in Worten oder einer kleine Skizze fest.

An jenem Abzweig stand ich einst
Und fragte nach dem Weg.
Nimm diesen, sagte ein Stimme,
und sie nannte gute Gründe.
Noch oft hab ich seither
An Abzweigungen gestanden.
Der Weg, den ich verwarf,
läuft heute neben meinem her
als schmaler Pfad.
Zuweilen geh ich ihn und schau
Von dort zum Hauptweg hin,
zufrieden, wie es ist.

 

Woche 51

Das „Wiederkäuen“
Sich-Versenken durch Wiederholung

Die Kontemplation oder auch Betrachtung ist die höchste Stufe des Gebets. In ihr verweilt der Mensch passiv, er kann sie nicht herstellen. Doch er kann sich auf sie einstimmen.

Die Kontemplation als reines Schauen und momenthaftes Einswerden der Seele mit Gott ist keine Leistung, die wir erarbeiten können, sie ist ein Geschenk. Es gibt jedoch eine Gebetsform, die dazu helfen kann, sich für die Begegnung zu öffnen: die sogenannte Ruminatio.
Ruminatio bedeutet auf Deutsch: Wiederkäuen. In Gestalt des berühmten Jesus-oder auch Herzensgebets ist diese Gebetsform von den ägyptischen Mönchen über den griechischen Berg Athos in die russische Frömmigkeit eingegangen und schließlich auch bei uns bekannt geworden. Das Herzensgebet hat seit vielen Jahrhunderten eine feste Textgestalt. Es lautet:“ Herr Jesu Christus, erbarme Dich meiner!“

Sie können sich für Ihr Gebet auch einen anderen Vers oder ein einzelnes Wort suchen, das für Sie eine spirituelle Bedeutung hat. Kommen Sie mithilfe der Übung 10über den Atem zu ruhe. Wiederholen sie nun innerlich das gewählte Wort oder den Vers immer im Rhythmus des Atems. Die Worte werden sich von selbst auf das ein- und Ausatmen verteilen. Wichtig ist, sie immer wieder kommen zu lassen, so lang sie mögen.

Der unbekannte Autor der mystischen Schrift „Die Wolke des Nichtwissens“ aus dem 14. Jahrhundert empfiehlt für die Ruminatio das einsilbige Wort Gott zu nehmen.

 

Woche 52

Das innerste Geheimnis
In der Liebe bleiben

Bei der letzten Station des Jakobsweges für zuhause erwartet als Anfang und Ziel allen Suchens und Hoffens, die LIEBE: Sie ist eine Energie tief in uns, die genutzt werden will.

Der Apostel Paulus nennt sie einen Weg, der alles übersteigt. Für ihn muß die Liebe, bei allem was wir tun, dazukommen, um den Handeln seinen eigenen Wert zu verleihen: „Wenn ich meine ganze Habe verschenke,… hätte jedoch die Liebe nicht, nütze es mir nichts.“ (aus dem Hohen Lied der Lieb, 1. Korintherbrief 12.31b-13,13). Und für die Mystiker ist die Liebe die Kraft im Innersten der Schöpfung, denn sie bedeutet Sich-Öffnen, Austausch und Vereinigung.

Versenken Sie sich in die Meditation der Lieb mithilfe des Verses 1. Johannes 4,16:“Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt bei Gott, und Gott bleibt in ihm“. Nehmen Sie dazu die Meditationshaltung ein und kommen Sie über den Atem zu ruhe, wie Sie es in Übung 10 gelernt haben. Lesen Sie den Text mehrmals und finden Sie das Wort im Text, das Sie gerade besonders anspricht: „Gott“, „Liebe“ oder „bleiben“… Es kann wirklich jedes Wort sein. Käuen sie dieses Wort eine kleine Weile im Rhythmus Ihres Atems wieder (siehe Übung 51). Sie müssen vorher nicht gedanklich klären, was dieses Wort für Sie bedeutet. Wichtig ist nur, es wirken zu lassen.

Auch in Zukunft, wenn Ihr Weg Sie weiterführt, können Sie immer wieder zu diesem Vers zurückkehren.

Quelle: Tischkalender - Jakobsweg für Zuhause von Schlüter, Christiane, ISBN: 9783833823527

 

 

 

Publiziert in Radionik Impuls

Schutzhelfer

Termine

 

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
JSN Solid is designed by JoomlaShine.com